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SC Obhausen 1929 e.V.
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2.Mannschaft : Spielbericht (2013/2014)

2. Kreisklasse
13. Spieltag - 16.11.2013 14:00 Uhr
SC Obhausen 1929 II   SV Dornstedt
SC Obhausen 1929 II 2 : 0 SV Dornstedt
(1 : 0)

Spielstatistik

Tore

Sebastian Schade, Florian Schäfer

Assists

Sebastian Schade, Tobias Jirmann

Gelbe Karten

Daniel Wichmann, Christoph Seela

Zuschauer

25

Torfolge

1:0 (28')Sebastian Schade (Tobias Jirmann)
2:0 (61')Florian Schäfer (Sebastian Schade)

Belohnt für starken Einsatz

Am 13. Spieltag lud der SCO II. zum Lokalderby gegen den SV Dornstedt. Die Gäste mit 18 Punkten und damit 4 Zähler vor dem Sportclub residieren derzeit im Mittelfeld der Liga. Zu dem zeigen die Ergebnisse der Dornstedter einen ähnlich durchwachsenen Verlauf auf, wie bei den Obhäusern. Bei einem Sieg würde man den SV zwar nicht hinter sich lassen, aber man würde den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle halten, in Schlagdistanz rücken und einen einstelligen Tabellenplatz erklimmen. Auf personeller Ebene wurde entschieden den zuletzt starken Felix Rühlemann wieder von Beginn an zwischen die Pfosten zu stellen und den jungen Philipp Bautz als letzten Mann einzusetzen. Auch der lange vermisste Patrick Malke, sowie Sebastian Schade durften sich wieder einbringen. Und los ging ging es.

Obhausen kam mit dem Anpfiff sehr gut in die Partie und setzte die Gäste zeitig unter Druck. Mit der ersten zählbaren Torchance dauerte es jedoch bis zur 13. Minute, als Jirmann einen gefährlichen Aufsetzer auf das gegnerische Tor bringen konnte, der jedoch von B. Liebl sicher gehalten wurde. Kurz darauf (14.) folgte die nächste Aktion von Jirmann, der sich per Solo in den Strafraum der Gäste vorarbeitete und leider im letzten Moment entscheidend gestört wurde. Obhausen blieb weiter am Drücker. Ein öffnender Diagonalpass aus dem Mittelfeld durch M. Behnke nach rechts außen auf S. Schade setzte diesen wunderbar in Szene (17.). Der Zug Richtung Tor passte, aber im 1 gegen 1 mit dem Torwart zu überhastet. Der Keeper hielt. Der Sportclub hatte die Peilung zum Gästetor aufgenommen und erarbeitete sich weitere Chancen. In Minute 28. war es dann Jirmann, der wieder Schade ins Spiel brachte. Mit einem steilen Pass aus dem Mittelfeld in die Schnittstelle der Abwehr wurde diese ausgehebelt. Super durchgesteckt. Schade setzte im richtigen Moment zum Sprint an und schob die Kirsche ins lange Eck. Tor – 1:0 (28.). Im Gegenzug geriet der Sportclub plötzlich unter Druck und kassierte fast den Ausgleich, aber der Ball wurde kurz vor knapp ins Seitenaus geklärt. Dornstedt wurde jetzt engagierter und wollte nicht mehr nur mitspielen, doch Obhausen arbeitet dagegen und die Defensivabteilung des SCO verteidigte kompromisslos. In der 35. Minute ging es dann flux. Ein Konter über F. Schäfer, der passte in die Mitte zum herbei eilenden und abseitsverdächtigen Jirmann. Die Fußballexperten waren sich jedoch schnell einig. Es kann kein Abseits gewesen sein, „der ist so schnell.“ Nun ja, „Flash Gordon“ Jirmann kam an das Leder, jedoch der Schuss mit links zu harmlos. Kurz vor der Halbzeit (43.) brachte unser „Flash“ mit einem hohen Pass P. Malke ins Spiel. Allein vorm Torwart ließ er sich jedoch irritieren und köpfte den Ball direkt in die Arme des Keeper. Halbzeit. Fazit: Obhausens Zweite machte ein gutes Spiel und erarbeitete sich mehrere Torchancen, wobei die Torausbeute insgesamt, mit nur einem Treffer, schlecht war.

Nach der Halbzeit ging es munter weiter. Der Sportclub wollte die Führung ausbauen und die Gäste gaben sich angesichts der dünnen Führung nicht geschlagen. Das Spiel fand nun vor allem im Mittelfeld statt und wurde zur Kraft- und Konditionsprobe, da es hin und her wogte. Für die Zuschauer recht unterhaltsam, für die Spieler anstrengend. Um etwas vorweg zu greifen: Es war Obhausens selbstgemachtes Leid. Anstatt mit der Führung im Rücken das Spiel zu beruhigen und über den Ballbesitz Sicherheit und Dominanz zu erlangen, spielte Obhausens Offensivabteilung oftmals, wie der Teufel nach vorne. Die Ballverluste am gegnerischen Strafraum führten immer wieder zu Kontermöglichkeiten der Gäste, die dann angesichts der großen Löcher im Mittelfeld auch den nötigen Raum hatten. Ein gefährliches Spiel, dass die Defensivabteilung zu Wachsamkeit anhielt. Aber der Reihe nach. In der 51. Minute wurde Jirmann von Hemmerle freigespielt, da dieser mehrere Gegner auf sich zog. Der Pass zu Jirmann stimmte, doch anstatt aus guter Schussposition abzuschließen, legte „Flash Gordon“ ab auf Schade, der allein vorm Hüter schwach vollendete. Vorbei! Wie bereits oben erwähnt blieb Dornstedt auf Augenhöhe und kam in der 56. Minute ebenso zu einer Torchance, die jedoch vom sicheren F. Rühlemann abgewehrt wurde. Kurz darauf (57.) hatte sich P. Malke durch eine gute Einzelaktion in Position gebracht. Der Schuss ging leider rechts vorbei. Das Spiel ging hin und her, so dass Rühlemann in der 59. Minute nach einem Querschläger wieder eingreifen musste. Das Spiel wurde nun auch zunehmend verbissener und die Foulspiele häuften sich, so beispielsweise ein rüdes Foul an Jirmann (60.), der zwar weiter spielen konnte, was aber klar eine gelbe Karte hätte geben müssen. Schiri Torsten Brauer beließ es jedoch meist bei einer Ermahnung, was die aufgeheizte Stimmung nicht gerade beruhigte. Einzig Ch. Seela und D. Wichmann durften sich eine gelbe Karte abholen, die zu recht gegeben wurden. Die Erlösung für Obhausen kam dann endlich in der 61. Minute. In Folge eines Angriffes der Hausherren bekam der eindeutig im Abseits, fast an der Grundlinie, stehende Schade den Ball und legte ab auf F. Schäfer. Völlig frei vorm Tor konnte dieser nun zum 2:0 erhöhen. Der Sportclub gewann nun an Sicherheit. Aber die oben angesprochenen Probleme blieben virulent. Die Offensivabteilung drückte auch in Unterzahl Richtung gegnerisches Tor und verlor dann oft zu leicht die Bälle. An Spielkontrolle und Spielsicherheit über Ballsitz war wenig zu denken, so dass das Mittelfeld oft verwaist blieb und den Gästen völlig unnötig Raum für Kontermöglichkeiten gegeben wurde. In der 69. Minute gabs noch einmal eine Doppelchance für den SCO. Zunächst traf M. Behnke nur den Pfosten und den Abpraller legt F. Schäfer neben das Tor. Im letzten Drittel wurde dann gewechselt. Ch. Reh kam für M. Behnke (72.) und Ch. Schneider für den laufstarken P. Malke (79.). Damit war dann auch mein Sekretär und Schreiberling im Spiel und ich habe keine Ahnung mehr was noch so passiert ist. Ach ja, in der 90. Minute kam noch einmal „Flash Gordon“ Jirmann über links mit einer „Riesenchance“ zum Zug. Nach einem Pass von Schade lupfte Jirmann den Ball fast von der Grundlinie nach rechts und am Tor vorbei. Er selbst meinte, dass es ein Pass sein sollte, aber hier fehlte dann eindeutig der Abnehmer. Das wars dann. Schluss und Vorbei.

Obhausen gewann verdient mit 2:0 und ließ zahlreiche Chancen ungenutzt. Das Kräfte zehrende Spiel war hausgemacht und hätte nicht sein müssen, zumal dem Gegner damit immer wieder Räume und Möglichkeiten eröffnet wurden. Ballbesitz, Spielkontrolle und Spielsicherheit sollten für die künftigen Partien stärker berücksichtigt werden. Des Weiteren konnte P. Bautz vor heimischer Kulisse zahlreiche Kritiker überzeugen und es zeigte sich auch, dass Obhausens Zweite im Bereich Aufstellung und Personal flexibler ist als angenommen und sich dabei nicht verschlechtert, sondern an Stabilität gewinnt, vor allem aus dem Abwehrverbund heraus.